Manchmal braucht ein Kind einfach jemanden, der seine volle Aufmerksamkeit dem jungen Menschen widmet. Jemanden, der zuverlässig da ist, der es sieht, der zuhört, der Zeit mitbringt und gemeinsame Erinnerungen schafft. Genau darum geht es beim Mentoring und bei den mitKids Aktivpatenschaften. Der Mentor.Ring Hamburg hat das in einem kurzen, eindrucksvollen Video auf den Punkt gebracht.

Was steckt hinter dem Mentor.Ring Hamburg?

Der Mentor.Ring Hamburg e.V. ist die Dachorganisation für Vereine, Stiftungen und Initiativen aus der Metropolregion Hamburg, die junge Menschen im 1:1-Verhältnis begleiten. Über 60 Projekte mit mehr als 5.000 ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren sind Teil dieses Netzwerks. Das Ziel: Ehrenamtliches Mentoring in Hamburg verbreiten, qualitativ stärken, die Projekte untereinander vernetzen und gemeinsam die Interessen dieser wertvollen Arbeit nach außen vertreten.

Wie alles begann

Mitte der 2000er kam die Idee für Mentoringprogramme aus den USA auch nach Hamburg. Beispielsweise entstand 2005 in der Behörde für Schule und Berufsbildung der Arbeitskreis „Engagement für Bildung“ ein erstes Mentoringprojekt: „Startpunkt Schule“ unterstützte an sechs Hamburger Schulen im Bereich Übergang Schule-Beruf. Einen wichtigen Impuls gab 2008 Ingrid Ehlerding, als sie mit der Ehlerding Stiftung zum ersten großen Treffen von Patenprojekten einlud – Mentoring für Schüler:innen, Leselernhelfer, Freizeit- und Familienprojekte kamen zusammen.

Dieser Auftakt sorgte für eine wünschenswerte Dynamik: Im Frühjahr 2009 gründete sich ein formeller Arbeitskreis Mentoring – mit einem Kernteam von etwa acht bis zehn Personen aus Organisationen wie Mentor e.V., Yoldas der Bürgerstiftung Hamburg, der Freiwilligenbörse, Aktion zusammenwachsen, der Ehlerding Stiftung und der Schulbehörde. Man traf sich monatlich, tauschte Erfahrungen aus, wuchs zusammen. Parallel koordinierten Sozial- und Schulbehörde behördenübergreifend mehrere Veranstaltungen mit dem AKTIVOLI-Landesnetzwerk zum Thema Mentoring. Im September 2009 folgte der erste gemeinsame Hamburger Mentoringtag – unterstützt von der Körber-Stiftung. 2010 bekam diese gewachsene Gemeinschaft offiziell ihren Namen: Mentor.Ring Hamburg e.V.

Das Video: Patenschaft in 1:40 Minuten erklärt

Das Thema Mentoring bewegt uns alle. Ob im Privaten oder im Beruf, sich gegenseitig unterstützen, einen Teil des Weges gemeinsam gehen und durch den Austausch wachsen, das ist ein Aspekt dieser Zusammenarbeit. Der Mentor.Ring hat einen kurzen Film veröffentlicht, der zeigt, was Mentoring im Kern bedeutet. Bei uns im mitKids Projekt der Ehlerding Stiftung bezeichnen wir das 1:1 Mentoring als eine Patenschaft. Da es um das gemeinsame Verbringen von wertvoller Lebenszeit geht, haben wir das Wort „Aktivpatenschaft“ entwickelt. Das Video verdeutlicht anschaulich, wie ein Tandem zusammenkommt. Was passiert bei den Treffen? Und warum macht jemand das überhaupt – freiwillig, im Ehrenamt?

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Weitere Informationen

Das Video entstand im Rahmen des Projekts „Landungsbrücken – Patenschaften in Hamburg stärken“ (LINK) und ist als kostenfreier digitaler Baustein für alle Patenschaftsprojekte gedacht. Er ist niedrigschwellig, klar und direkt – ideal, um das Konzept Mentoring Menschen näherzubringen, die es noch nicht kennen.

Das Herzstück bleibt immer die Beziehung. Eine Patenschaft bzw. ein Mentoring basiert auf Vertrauen, Freiwilligkeit und echtem Interesse aneinander. Nicht auf Verpflichtung.

Die mitKids Aktivpatenschaften der Ehlerding Stiftung leben seit 2007 genau das, was der Mentor.Ring beschreibt. Ehrenamtliche Pat:innen begleiten Kinder zwischen 2 und 9 Jahren aus belasteten Familien – regelmäßig, verlässlich, auf Augenhöhe. Die Kinder erleben durch diese Begegnungen, dass sie wichtig sind. Dass jemand für sie da ist. Dass sie so, wie sie sind, gemocht werden.

Aktuell laufen in Hamburg rund 120 aktive Patenschaften. Seit Projektstart wurden insgesamt 607 Patenschaften von mindestens einem Jahr Dauer erfolgreich begleitet – 80 davon bestehen sogar fünf Jahre oder länger. Diese Zahlen zeigen zum einen den Bedarf dieser Zusammenarbeit, zum anderen freuen wir uns jederzeit über neue Patenschaften im Ehrenamt.

Wer kann Patin oder Pate werden?

Menschen, die in sich ruhen und mit sich und ihrem Leben zufrieden sind. Hamburger:innen, die regelmäßig ein paar Stunden im Monat schenken möchten. Berufstätige, Studierende, Rentner:innen und Pensionäre.  Verlässlichkeit und Herzlichkeit sind für uns die entscheidenden Kriterien. Denn eine mitKids Patenschaft im Ehrenamt Hamburg kann ein langfristiges Zeitgeschenk für ein Kind werden. So langfristig, dass manchmal daraus auch Freundschaften fürs Leben entstehen.

Jetzt mitmachen

Wer sich angesprochen fühlt, findet ausführliche Infos auf unseren mitKids Aktivpatenschaften Seiten. Das mitKids-Team in Hamburg begleitet den gesamten Prozess – von der ersten Kontaktaufnahme bis zum laufenden Tandem. Melden Sie sich noch heute an  oder besuchen Sie einen unserer digitalen Infoabende im Zoomcall. Wir freuen uns auf Sie! Und schon bald freut sich ein Kind auf eine:n neue:n Wegbegleiter:in!